Rechtsanwaltskanzlei und Gütestelle

Sie haben eine Frage? Wir beraten auch Online! Notruf!

Sie haben eine Frage? Wir beraten auch Online. Notruf!

BuiltWithNOF
Vorsorge

Vorsorge Vollmacht Betreuer Betreuungsverfügung Patientenverfügung Generalvollmacht Vormundschaftsgericht Vorsorgevollmacht Aufgabenbereich Grundstücksgeschäfte Rechtsanwalt Anwalt

Vorsorgemaßnahmen für den Ernstfall zu treffen, ist im Hinblick auf die geltende Rechtslage sehr wichtig, denn danach können nur die Eltern ihre minderjährigen Kinder umfassend vertreten. Nicht aber können sich Ehepartner gegenseitig und auch nicht die volljährigen Verwandten untereinander vertreten. Diese Möglichkeiten sind nur für zwei Fälle vorgesehen. Durch eine rechtsgeschäftlich erteilte Vollmacht oder durch einen vom Vormundschaftsgericht bestellten Betreuer.

    Wenn auf diesen Seiten über Vorsorgemaßnahmen geschrieben wird, so ist darunter die Vorsorge im Falle eines Unfalls, einer Krankheit oder im Alter zu verstehen. Die wesentlichen Vorsorgemaßnahmen sind die Erteilung einer Vollmacht, die Abfassungen einer Betreuungsverfügung und einer Patientenverfügung.

      Die Generalvollmacht gibt dem Bevollmächtigten die Möglichkeit, den Vollmachtgeber umfangreich in allen Angelegenheiten vertreten zu können.

      Wichtige Teilbereiche sind aber von einer erteilten Generalvollmacht nicht erfasst, da nach der gesetzlichen Regelung in der Vollmacht bestimmte Befugnisse ausdrücklich zu bezeichnen sind und darüber hinaus bei einigen Teilbereichen die Zustimmung des Vormundschaftsgerichts für Tätigkeiten des Bevollmächtigten erforderlich ist (z.B. risikoreiche Heilbehandlung und geschlossene Unterbringung des Vollmachtgebers, freiheitseinschränkende Maßnahmen ...).

        Es ist deshalb insoweit zweckmäßig, in einer Vollmacht (Vorsorgevollmacht) die Tätigkeitsbereiche des Bevollmächtigten genau zu benennen (z.B. die Vermögenssorge, den Gesundheitsbereich, das Aufenthaltsbestimmungsrecht, die Wohnungsauflösung usw.). Im Bedarfsfall wird vom Vormundschaftsgericht für die anderen Aufgabengebiete ein amtlicher Betreuer bestellt. Wenn für diese anderen Aufgaben der Bevollmächtigte vom Vormundschaftsgericht zusätzlich als amtlicher Betreuer bestellt wird,  kommt es zu einem Nebeneinander von Vollmacht und Betreuung.

        Formvorschriften für die Abfassung der Vollmacht gibt es nicht. Sie sollte für Beweiszwecke schriftlich erteilt werden. Ausnahmen gelten z.B. für Grundstücksgeschäfte und alle anderen Bevollmächtigungen, deren Grundgeschäfte zu ihrer Wirksamkeit die Beachtung besonderer Formvorschriften erforderlich machen (z.B. Notar).

        Kontrollmittel und Schutzvorkehrungen: Der Bevollmächtigte sollte eine vertrauenswürdige Person für den Vollmachtgeber darstellen, für verschiedene Aufgabengebiete können unterschiedliche Bevollmächtigte eingesetzt werden, es können mehrere Bevollmächtigte für einen Aufgabenbereich bestellt werden, es sollte ein Ersatzbevollmächtigter bestellt werden und es sollte bestimmt sein, dass nur die Vorlage der Originalvollmacht Wirksamkeit entfaltet, sie kann zeitlich befristet werden usw.

Oben

[Home] [Übersicht]